Der Lapis Niger |
Beim Lapis Niger (Lat.: schwarzer Stein) handelt sich um eine viereckige Fläche aus schwarzem Marmor. Unter diesem Fußboden wurde ein Komplex, der wahrscheinlich religiösen Charakter hatte, aus archaischer Zeit entdeckt. Er besteht aus einem Altar, von dem nur noch der untere Teil erhalten ist, einer Basis, auf der wohl eine Statue stand, und einem pyramidenförmigen Säulenstumpf. Der ganze Kult-Ort gehört in das 6.Jh. v.Chr., wie auch die an diesem Ort gefundenen bronzenen Statuen bestätigen. Es handelt sich um die monarchische Epoche Roms, und hier rief der König die Versammlungen des römischen Volkes zusammen. Hier wurden auch die damit verbundenen Opfer dargebracht. Dieser Kult-Ort ist als unheilvoll bekannt, weil er mit dem Tod des Romulus verbunden ist. Man meint jetzt, den VOLCANAL (das archaische Heiligtum Vulkans) in ihm zu erkennen, wo der Tradition nach eben Romulus von den Senatoren getötet wurde (vgl. Biografie des Plutarch).